Freitag, 16. Oktober 2020

Test der Actioncam Victure AC940 mit Video

Nachdem der Akku meiner alten Actioncam von Hama kaum noch für zehn Minuten Leistung bietet und auch die Bildqualität nicht mehr meinen Ansprüchen reicht, war es Zeit für ein neues Modell.

Vorteile

Die kleine Kamera bietet viele Vorzüge, die man bei modernen Actioncams erwarten kann. Mit einem Touchscreen, 4K-Videoauflösung und WiFi-Funktion passt sich die Victure AC940 dem heutigen Standard an. Was ich persönlich toll finde, sind die zwei mitgelieferten Akkus und dass die Kamera kein zusätzliches Unterwasser-Gehäuse benötigt. Das Gerät kann daher ohne weiteres bei Regen oder im Wasser betrieben werden.


Bildqualität

Die Bildqualität entspricht der Preisklasse und sticht nicht besonders hervor. Entsprechend hat die Kamera leichte Schwierigkeiten mit dem Helligkeitsabgleich, wenn große Unterschiede im Bild existieren. Die Schärfe ist insgesamt sehr gut, auch Details werden gut eingefangen. Das gilt allerdings nur für den Tag. Bei Dämmerung nimmt sowohl die Bildrate stark ab als auch der Helligkeitsausgleich, sodass bereits am Abend ein Einsatz der Kamera nicht mehr möglich ist. Da liefert mein drei Jahre altes Galaxy S8 bessere Ergebnisse.





Bildstabilisator

Wichtig ist auch die Stabilisierung des Bildes. Meine alte Actioncam hatte noch keinen Bildstabilisator, weshalb ich immer auf einen Gimbal angewiesen war. Der Stabilisator bei dieser Kamera ist okay und auf jeden Fall eine Verbesserung zu vorher. Für eine Crossbike-Tour durch den Wald ist aber ein externer Stabilisator zu empfehlen.

Zubehör

Insgesamt kommt die Kamera mit viel Zubehör mit. Der Grundbedarf ist damit abgedeckt, auch wenn ich persönlich einen Netzadapter oder Ladegerät vermisse. Diesen muss man nachkaufen, ansonsten lassen sich die Akkus nur in der Kamera laden. Die Verarbeitung von Kamera und Zubehör sind tadellos, ich denke, da werde ich einige Jahre etwas von haben.


Fazit

Für knapp 110 Euro habe ich ein gutes Starterset bekommen, ein paar Euro mehr müssen aber in die Hand genommen werden (Headmount, Netzteil, Ladegerät). Das ist aber vertretbar, da ich mir über die Grenzen dieser Cam bewusst bin. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auf jeden Fall und kann daher eine Kaufempfehlung aussprechen.

HINWEIS:

Es ist darauf zu achten, dass eine möglichst schnelle MicroSD-Card mitbestellt wird, da sonst nur mit geringer Auflösung oder geringen FPS aufgezeichnet werden kann. Die Kamera erkennt automatisch, ob die eingelegte Speicherkarte für den eingestellten Modus ausgelegt ist.

Zusammenfassung


Pro

  • Top Qualität am Tag
  • Umfangreiches Zubehör
  • Gute Verarbeitung
  • Robustes Kameragehäuse
  • Sehr großer Weitwinkel
  • Sehr einfache und intuitive Bedienung
  • 1/4″ 20 Gang UNC Gewinde aus Metall
  • Wasserdicht auch ohne zusätzliches Gehäuse

Con

  • Bereits bei Dämmerung nicht mehr verwendbar
  • Kein Netzadapter mitgeliefert
  • Schlecht übersetzte deutsche Anleitung
  • USB-Klappe sehr schwer aufzubekommen
  • Akku muss in Kamera geladen werden (kein externes Ladegerät)
  • Kein Headmount (war aber auch nicht im Lieferumfang angegeben)
  • Kamera vergisst öfter Datum und Uhrzeit

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