Samstag, 11. Januar 2020

Test des portablen Monitors M MEMTEQ


Bereits seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem schlanken Display für verschiedene Anwendungszwecke. Hauptsächlich soll das Display als 24/7-Überwachungsmonitor für mein Kamerasystem zum Einsatz kommen. Außerdem benötigt mein Raspberry ein Status-Display, welches gut an der Wand oder in einer Glasvitrine verstaut werden kann.

Ersteindruck überzeugt


Das Display von Memteq ist deutlich flexibler einsetzbar als zunächst vermutet. Mal benutze ich das Gerät als zweiten Bildschirm für mein Notebook, mal als Display für eine meiner Retro-Konsolen. Vor allem für Letztere hat sich die Anschaffung gelohnt, da ein Umschalten an PC oder Fernseher nun entfällt.


DeX inklusive


Eine Verbindung mit meinem Samsung Galaxy S8 aktiviert sofort Samsung DeX und man hat die Auswahl zwischen gespiegeltem Display oder der Desktop-Variante. Diese Möglichkeit hat mich sehr gefreut, da nun auch die Nutzung der DeX Station entfällt, die aufgrund umständlicher Handhabung bei zu dicken Smartphone-Cases nur selten im Einsatz war.


Sehr gute Bildqualität


Besonders hervorzuheben ist die sehr hohe Blickwinkelstabilität. Egal von wo aus das Display betrachtet wird, das Bild ist immer klar und deutlich. Dazu trägt maßgeblich die IPS-Technologie bei, die ich bei vielen anderen Display bisher vermisst habe. Zusätzlich dazu ist das Display entspiegelt, was die Ablesbarkeit bei hellen Objekten im Hintergrund deutlich erhöht. Die Anzeige ist gestochen scharf und sehr farbecht. Es macht Spaß, das angezeigte Bild anzuschauen.


Billige Schutzhülle


Etwas umständlich zu handhaben ist die Schutzhülle, die nur locker um das Display angelegt wird. Die magnetischen Ecken halten das Gerät zwar sicher fest, aufgrund der Größe wirkt die Handhabung aber etwas unbeholfen. Vor allem nach einiger Nutzung zeigen sich an den Knickkanten der Hülle deutliche Gebrauchsspuren, die nicht mehr zuverlässig in ihren Ursprungszustand zurückfallen. Zum Glück gibt es einen zusätzlichen Ständer für das Display, der aber käuflich erworben werden muss.


Ports mangelhaft


Auch die Steckverbindungen zeugen von durchwachsener Qualität. Man benötigt einen verhältnismäßig hohen Kraftaufwand, die Stecker in die jeweilige Buchse am Gerät zu stecken und ebenso viel Kraft, diese wieder zu entfernen. Ein versehentliches Entfernen eines Steckers ist somit ausgeschlossen. Allerdings sind die Ports selbst etwas wackelig im Gerät verbaut, sodass ich mich nicht wundern würde, wenn bereits nach kurzer Zeit intensiver Nutzung erste Defekte an den Buchsen auftreten.


Lautsprecher zweckmäßig


Positiv anzumerken ist, dass das Display auch über eine Möglichkeit verfügt, Klänge wiederzugeben. Die Qualität lässt sich mit "zweckmäßig" am treffendesten beschreiben und für ein umfangreiches multimediales Erlebnis sollten externe Lautsprecher oder Kopfhörer verwendet werden, für einfache Anwendungen reicht es aber vollkommen aus.


Fehlende Details


Zum perfekten Begleiter fehlen mir noch zwei Details, was mir aber bereits vor dem Kauf bewusst war. Eine Touchscreen-Funktion wäre sehr praktisch, zudem es bereits jetzt in jeder Situation dazu verleitet, das Display direkt per Hand zu bedienen - nur es passiert bei Berührung nichts. Für eine erhöhte Flexibilität vermisse ich außerdem einen integrierten Akku. Zwar kann zur Stromversorgung auch eine Powerbank genutzt werden, sollte die aber nicht vorhanden sein, ist man auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen. Eine Stromversorgung über den USB-Port eines anderen Gerätes funktioniert in den meisten Fällen nicht zuverlässig, weil zu wenig Strom geliefert wird.


Fazit


Es sind zwar ein paar Kritikpunkte vorhanden, aufgrund des tollen Displays sind die 199 Euro in das Gerät aber bestens investiert. Es sollte vor dem Kauf bewusst sein, gewisse Abstriche machen zu müssen. Für mich sind die aufgezählten Punkte aber verschmerzbar, da ich mehr bekommen habe, als ich erwartet habe. Von daher kann ich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen!

Keine Kommentare:

Kommentar posten