Samstag, 25. Juni 2016

Langzeittest Panasonic Lumix FZ200 - Fazit nach 46.796 Bildern

Einleitung


Der Kauf der Panasonic Lumix FZ200 reicht bereits bis zum 12.05.2013 und aktuell 46.796 Bilder zurück und bin jede Minute, die ich diese Kamera benutze, froh über die Kaufentscheidung. Viele Geräte kamen damals in Frage, der stärkste Konkurrent war die Canon Powershot SX50, die mit einem deutlich größeren optischen Zoom punkten kann. Doch warum habe ich mich trotzdem für die FZ200 von Panasonic entschieden?

Dieses Bild spricht für sich



Serienbilder


Ein wichtiges Merkmal für die Sportfotografie ist die Serienaufnahme. Mit dieser Kamera ist es möglich, so lange Bilder zu machen, bis die Speicherkarte voll ist. Zwar wird nur eine begrenzte Anzahl der Bilder in der schnellsten Reihenfolge geschossen, aber doch genug, um wichtige Momente festzuhalten. Die volle Auflösung ist bis 5,5 Bilder pro Sekunde möglich.

Momentaufnahme durch Serienbildmodus


Durchgängige Lichtstärke


Außerdem wichtig und ein Alleinstellungsmerkmal dieser Kamera ist die durchgängig hohe Lichtstärke von f/2.8, auch beim größten Zoom von 600mm (24x optisch). Vor allem bei Aufnahmen in Innenräumen oder schlecht beleuchtete Sporthallen ein immenser Vorteil. Mit den richtigen Einstellungen sind rauscharme und scharfe Bilder möglich, wie es sonst nur Profi-Kameras mit kiloschwerem Equipment schaffen. Zudem lassen sich so auch entfernte Objekte erfolgreich freistellen.

Freistellung auch von entfernten Objekten


Akkuwunder


Beim Kauf einer neuen Kamera bestelle ich automatisch einen Ersatzakku mit dazu. Bei der FZ200 ist dieser jedoch so gut wie nie erforderlich, da 600 Bilder mit einer Akkuladung keine Seltenheit sind. Zudem ist selbst der original Akku noch in einem top Zustand, es ist noch kein Leistungsverlust festzustellen. Selbst häufiges Ein- und Ausschalten, Zoomen, Display-Nutzung oder Videosessions kratzen kaum an der Ausdauer.

12 MP ausreichend


Es ist mutig (weil nicht werbewirksam) und klug, den kleinen 1/2,3-Zoll Sensor "nur" mit 12 MP Bilder anfertigen zu lassen. Eine höhere Auflösung hat nicht automatisch eine bessere Bildqualität zur Folge, oft ist das Gegenteil der Fall. Panasonic nutzt die 12 MP dagegen gut aus und profitiert durch die geringe Bildgröße von einer höheren Geschwindigkeit. Über die letzten Jahre habe ich nie eine höhere Auflösung vermisst.

Jedes Jahr wieder: Der Herbst


Umfangreiches Zubehör


Die FZ200 findet in nahezu jeder Situation Anwendung. Ich kann mich nicht daran entsinnen, die Kamera nicht benutzt zu haben, weil es nicht passend war. Sogar bei vollem Zoom sind detailreiche Makro-Aufnahmen möglich - mit einer spiegelreflexartigen Freistellung der Objekte. Doch selbst die oberen und unteren Grenzbereiche können mit entsprechendem Zubehör erweitert werden. Für erweiterte Tele-Aufnahmen habe ich den Aufsatz LT55 im Einsatz, dadurch wird die maximale Brennweite auf 1020mm erhöht. Sehr schöne Makro-Aufnahmen sind mit der Vorsatzlinse Raynox DCR-150 möglich.

Makroaufnahme mit dem DCR150

Tele-Aufnahme mit LT55



Videofunktion


Die Videofunktion der Kamera kann locker mit der Qualität von Videokameras mithalten. Die Aufnahmen werden in 30-Minuten-Abschnitten in FullHD erstellt. Die Tonqualität kann zudem mit einem externen Mikrofon verbessert werden. Eine interessante Zusatzfunktion ist das Erstellen von HiSpeed-Videos mit bis zu 200 fps, womit sehr interessante Szenen festgehalten werden können, die das menschliche Auge so nicht zu sehen bekommt.






Verarbeitung


Bei der Verarbeitung der Kamera hatte ich erst meine Bedenken, was die Langlebigkeit angeht. Das Gehäuse besteht zu einem großen Teil aus Kunststoff und der Bildschirm machte anfangs auch eher einen sensiblen Eindruck. Doch weit gefehlt. Das Gehäuse hat bis heute keine Abnutzungsspuren und auch der Bildschirm lässt sich weiterhin gut justieren und ist in der Dreh-Kipp-Mechanik nicht ausgeleiert. Alle Schalter haben weiterhin einen eindeutigen und fühlbaren Druckpunkt (auch der Auslöser!!!) und lassen sich ohne Probleme betätigen.

Nachfolger


Das Nachfolgemodell FZ300 ist aufgrund des Spritzschutzes ebenfalls interessant, hebt sich von der FZ aber technisch nicht deutlich genug ab, um eine Neuanschaffung zu rechtfertigen. Die FZ1000 ist wegen dem größeren Sensor ebenfalls interessant, rechtfertigt aber noch nicht den hohen Preis. Sollte die FZ200 irgendwann mal abgelöst werden, wird eines dieser beiden Modelle in Frage kommen.

Fazit


Man merkt, dass ich von der Kamera begeistert bin. Selbst nach so vielen Aufnahmen entdecke ich weiterhin neue Möglichkeiten, die mir die FZ200 zu bieten hat. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Gerät noch immer knapp 300 Euro kostet. Doch die Kamera ist jeden einzelnen Cent wert!

Hinweise


Alle hier dargestellten Bilder wurden mit der Panasonic FZ200 erstellt (teils mit Zubehör) und leicht bearbeitet. Die Bearbeitung beschränkt sich dabei größtenteils auf die Anpassung der Gradationskurve.

Der Mond in seiner vollen Pracht

Endlich ein Tier, das für Fotos stillhält

Die Farbenpracht der Natur

Nahaufnahme einer Biene

Unterwasserkamera? Vielleicht möglich. Hier ist aber eine Glasscheibe zwischen dem Fisch und dem Objektiv

Waldbilder passen immer


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