Montag, 25. April 2016

Testbericht Gaming-Tastatur Lioncast LK15

Einleitung


Die Gaming-Tastatur LK15 von Lioncast hatte es nicht leicht im Test, da ich seit einigen Monaten die mechanische LK20 aus dem gleichen Hause im Einsatz habe. Trotzdem reizte es mich, die LK15 unter die Lupe zu nehmen, da vor allem im Vergleich zur LK20 die knapp 50 Euro teure Rubberdome mehrere Ausstattungshighlights bietet.

Die Lioncast LK15 im Test



Optik


Zunächst fällt auf, dass die Tastatur recht groß ausfällt. Es ist aber kein Platz verschwendet worden, jeder Extrazentimeter bietet dem Anwender Mehrwert, sei es optisch oder funktional. Die Kunststoffoberfläche ist größtenteils matt gehalten, außer bei den Sondertasten im oberen Bereich, da wurde Klavierlack verwendet. Vor allem der matte Bereich sieht sehr hochwertig aus.

Die Oberfläche ist größtenteils matt gehalten

Verarbeitung


Die LK15 sieht nicht nur hochwertig aus, sie ist es auch. Sie ist sehr stabil gebaut und hält bis zu einem gewissen Grad jeglichen Verwindungen stand. Die Tastatur ist auch nicht zu schwer geraten. Die Tasten sind leicht gummiert, was eine sichere Ausführung der Taster garantiert. Die unter den Tastenkappen angebrachte Multi-Color-LED liegt unterhalb der Membran und damit sehr tief und geschützt. Dadurch werden die Tasten auch gleichmäßig ausgeleuchtet, was bei zu hoch angeordneten LEDs oft nicht möglich ist.

Tief liegende LEDs sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung

Ausstattung


An Ausstattungsmerkmalen bringt die Lioncast alles mit, was ein Gamer brauchen könnte. Und noch viel mehr. Angefangen bei den umfangreichen LED-Funktionen, die möglich sind. Die Tastatur ist komplett hintergrundbeleuchtet, in verschiedenen einstellbaren Wiederholraten und Farben. Je nach Profil (bis zu fünf Profile sind möglich) kann eine andere Farbe eingestellt werden. Das gleiche gilt für die LED-Pipe an der oberen rechten Ecke der Tastatur.

Optisches Highlight: Multi-Color-LED-Pipe

Wen die Pipe stört (die Helligkeit kann leider nicht eingestellt werden), kann diese über die mitgelieferte Software auch ausschalten, da diese sich im Bildschirm spiegeln könnte. Doch auch ohne die Software, die noch deutlich mehr Möglichkeiten bietet, als die Tastatur von Grund auf mitbringt, können viele Einstellungen getätigt werden.

Umfangreiche Einstellungen über die mitgelieferte Software

Steuerung der LED-Funktionen über die Software

Wie es sich für eine Gaming-Tastatur gehört, sind auch umfangreiche Makro-Einstellungen möglich, die vor allem über die Software komfortabel eingerichtet werden können. Als besonderes und unerwartetes Highlight habe ich die Verstellbarkeit der Höhe wahrgenommen. Neben der flachen Auflage können zwei unterschiedlich hohe Standfüße ausgestellt werden, um möglichst vielen Anwendertypen gerecht zu werden.

Kleine Erhöhung durch kleine Füße

Große Erhöhung durch große Füße

Bedienung


Für eine Membrantastatur empfand ich den Druckpunkt ungewohnt schwer, war nach etwas Eingewöhnungszeit aber angenehm. Ich bin gespannt, wie es sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Der Druckpunkt, bei dem die Membran auf die Platine heruntergedrückt wird, ist sehr gut fühl- und spürbar und bietet eine gute Rückmeldung über die Betätigung des Tasters. Jeder Tastendruck fühlt sich hochwertig und keineswegs billig an, wie es oft bei Rubberdome-Produkten der Fall ist. Auch die Akustik geht in Ordnung und pendelt sich knapp unterhalb von Cherry-Brown-Tastern ein. Es bleibt anzumerken, dass die Tastatur wegen des etwas schwereren Druckpunktes für Kinder nur bedingt geeignet ist, da die Handgelenke dabei schnell ermüden könnten. Aber eine Gaming-Tastatur zielt eh auf das Alter 16+ ab.

Die Tasten bieten einen sehr guten Druckpunkt

Vergleich mit mechanischer Tastatur


Nach zwanzig Jahren Nutzung von Membran-Tastaturen bin ich im vergangenen Jahr auf mechanische Tastaturen umgestiegen. An meinem Arbeitsplatz hat die Lioncast LK30 inzwischen einen festen Platz gefunden, die LK20 nutze ich privat. Der Hersteller hat mich mit diesen beiden Produkten überzeugt, hochwertige Hardware den Kunden anzubieten. Umso gespannter und neugieriger war ich auf die LK15, doch der Umstieg war nicht ganz einfach.

Als ich von Rubberdome zur Mechanik gewechselt bin, war die Eingewöhnungszeit sehr gering. Es war ein deutlich angenehmeres Gefühl zu schreiben. Anders herum ist es schwieriger. Nach der Nutzung mechanischer Tastaturen über mehrere Monate war es sehr schwierig, eine Rubberdome wieder einzusetzen. Doch da die LK15 einen gut fühlbaren Druckpunkt besitzt, ist der Unterschied für Laien kaum wahrzunehmen.

Es ist daher wichtig, vor dem Kauf einer Tastatur die eigenen Vorlieben zu kennen und entsprechende Geräte auszuprobieren. Mir selbst sagt das schwammige Gefühl einer Membran unter den Tasten nicht mehr zu. Die LK15 schafft es, dieses Gefühl so weit es geht zu reduzieren und den Benutzer nicht an die verwendete Tastatur-Technik denken zu lassen.

Die Lioncast LK15 hat einen festen Platz in meinem Arbeitszimmer erhalten

Fazit


Das Ausstattungswunder LK15 weiß sich in Szene zu setzen. Das Gerät sieht deutlich teurer aus als die 50 Euro, die derzeit dafür verlangt werden. Durch die umfangreichen LED-Funktionen sorgt sie immer für neugierige Blicke. Doch auch das Schreibgefühl ist sehr hochwertig und nimmt sich beim Druckpunkt die mechanische Konkurrenz zum Vorbild. Herausgekommen ist ein günstiger Allrounder, der vielen Wünschen gerecht wird. Und wenn nicht, hilft der freundliche Kundendienst von Lioncast auf jeden Fall weiter. Bei dem Berliner Unternehmen wird Service noch groß geschrieben!

Lioncast LK15


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