Warum Systemzustände, Invarianten und Übergänge wichtiger sind als Testanzahl und Abdeckung
Wenn über Softwarequalität gesprochen wird, fällt der Blick fast automatisch auf Tests. Wie viele gibt es, wie hoch ist die Abdeckung, laufen sie stabil, sind sie grün. Dashboards zeigen Prozentwerte, Pipelines zeigen Häkchen, Reports zeigen Erfolg. Und doch kennt fast jeder erfahrene Entwickler und jede erfahrene QA-Engineer Situationen, in denen ein System im produktiven Betrieb versagt, obwohl zuvor alle Tests bestanden haben. Dieser scheinbare Widerspruch ist kein Randphänomen. Er ist ein strukturelles Missverständnis darüber, was Tests tatsächlich leisten können und was nicht.
